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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Frankfurt.

Trompeten blasen, SchncdderengdengdenalDer närrische Brummbass brummet!

Bis endlich der Tanz ein Ende nimmtUnd die Musik verstummet.

„Durchlauchtigste Frau! gebt Urlaub mir,

Ich muß nach Hause gehen

Die Herzogin lacht: „Ich laß dich nicht fort

Bevor ich dein Antlitz gesehen!"

„Durchlauchtigste Frau, gebt Urlaub mir,

Mein Weilen bringt Schrecken und Grauen —"

Dis Herzogin spricht: „Ich fürchte mich nicht,

Ich muß dein Antlitz schauen."

Wohl sträubt sich der Mann, doch will das WeibDon keiner Entschuldigung wißen.

Sic hat ihm endlich mit GewaltDie Maske vom Antlitz gcrißen.

„Das ist der Scharfrichter von Bergen!" schreit aufDie Menge, die angstvoll weichet;

Die Herzogin schwankt auf ihren Stuhl,

Sie ist wie Kreide erbleichet.

Der Herzog war ein kluger Herr,

Er tilgte auf der Stelle

Der Gattin Schmach. Er zog sein Schwert

Und rief: „Knie nieder, Geselle!

„Ich schlag dich zum Ritter, und weil du ein Schelm,So nenn ich dich Schelm von Bergen!"

Lang blühte am Rhein dies; edle Geschlecht;

Jetzt ruht es in steinernen Särgen.

H. Heine.