Frankfurt.
LV8
Drusus, da sie so gesprochen,
Eilends ist er aufgebrochen,
Ans den Schauern deutscher HaineFührt er schnell das Heer zum Rheine.
Vor den Augen sieht ers flirren,Deutsche Waffen Hort er klirren,Sausen hört er die Geschoße,
Stürzt zu Boden mit dem Rosse.
Hat den Schenkel arg zerschlagen,Starb den Tod nach dreißig Tagen.Also wird Gott Alle fällen,
Die nach Deutschlands Freiheit stellen.
123. Frankfurt.
Die besten seiner Helden lagen in Sachsen todt,
Da flöhe Karolus Magnus der Kaiser in großer Noth.
„Laßt eine Furt uns suchen längshin am schonen Main:O weh, da liegt ein Nebel, der Feind ist hinterdrein!^
Nun betete Kaiser Karol auf Knien an seinem SperrDa thcilte sich der Nebel, eine Hirschin gieng daher.
Die führte ihre Jungen hinüber zum andern Rand:
So machte Gott den Franken die rechte Furt bekannt.
Hinüber zogen alle wie Israel durchs Meer,
Die Sachsen aber fanden im Nebel die Furt nicht mehr.
Da schlug der Kaiser Karol mit seinem Sper den Sano„Die Stätte sei hinfüro der Franken Furt genannt."