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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Taunus.

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Sie gieng den Thurm wohl um und wieder um,Den Thurm wollt sie aufschlicßcn:

„Und wenn die Nacht ein Jahr lang war,Keine Stund thät mich verdrießen!

„Ei dürft ich scharfe Meßer tragenWie unsers Herrn sein Knechte,

Ich thät mit'm Herrn von FalkensteinUm meinen Herzlichsten fechten!" —

„Mit einer Jungfrau fecht ich nicht,

Das war mir ewig Schande!

Ich will dir deinen Gefangenen geben,

Zieh mit ihm aus dem Lande!" —

„Wohl aus dem Lande, da zieh ich nicht,

Hab Niemand was gestohlen:

Und wenn ich was Hab liegen lahn,

So darf ichs wieder holen."

Volkslied.

121. Der Weg zum Falkenstein.

Traurig empor zum FalkensteinSchaut ein Ritter im Abendschein.

War einst der Kühnste vor Saladins Heer,Schwang mit Gesang den deutschen Sper;

Aber nun klagt er: „Alles dahin,

Einsam muß ich von dannen ziehn!

„Fluch dir da droben, du falscher Wicht,

Gabst mir die Töchter und gabst sie nicht!

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