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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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236
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Rh e in gr afen st ein bei Kreuznach.

„Fleuch, Unhold, fleuch und werde jetzt

Von nun an bis in Ewigkeit

Von Höll und Teufel selbst gehetzt!

Zum Schreck der Fürsten jeder Zeit,

Die, um verruchter Lust zu frohncn,

Nicht Schöpfer noch Geschöpf verschonen!" —

Ein schwefelgelber WetterschcinUmzieht hierauf des Waldes Laub.

Angst rieselt ihm durch Mark und Bein;Ihm wird so schwül, so dumpf und taub!Entgegen weht ihm kaltes Grausen,

Dem Nacken folgt Gewittersausen.'

Das Grausen weht, das Wetter saust,

Und ans der Erd empor, huhu!

Fahrt eine schwarze Riesenfaust;

Sie spannt sich auf, sie krallt sich zu;

Hui! will sie ihn beim Wirbel packen;

Hui! steht sein Angesicht im Nacken.

Es stimmt und flammt rund um ihn herMit grüner, blauer, rvthcr Glut;

Es wallt um ihn ein Feuermeer;

Darinnen wimmelt Höllenbrut.

Jach fahren tausend HLllcnhundeLaut angchetzt empor vom Schlunde.

Er rafft sich auf durch Wald und Feld,

Und flieht, laut heulend Weh und Ach.

Doch durch die ganze weite WeltRauscht bellend ihm die Holle nach,

Bei Tag tief durch der Erde Klüfte,

Um Mitternacht hoch durch die Lüfte.

Im Nacken bleibt sein Antlitz stehn,

So rasch die Flucht ihn vorwärts reißt.

Er muß die Ungeheuer sehn,

Laut angehetzt vom bösen Geist,

Muß sehn das Knirschen und bas ZappenDer Rachen, welche nach ihm schnappen.