Rhcinstein und Reichcnstcin.
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94. Die Braut van Rhcinstein.
Es klingt herab aus Rheinsteins MauernWie Harfenton und Flötenlant —
Doch ach l mit Klagen und mit TrauernZieht langsam aus der Burg die Braut.Und weinend richtet sie beim ScheidenNach Reichen st ein den Blick hinab,
Denn was sie liebte must sic meiden,
Und schwur doch Liebe bis zum Grab.
Dort von der Feste schaut mit SchmerzenIhr Ritter, Kuno, jetzt ins Thal,
In seinem wild durchstürmtcn HerzenDes Haßes und der Liebe Qual.
Den Oheim sandt er aus, zu werbenFür ihn, um die geliebte Maid;
Der gönnte nicht die Braut dem Erben,
Hat treulos für sich selbst gefreit.
Bleich sitzt sie auf dem weißen Roste,
Das einst Herrn Kuno zugchört,
Ach! Niemand ist im lauten Trosse,
Der mild auf ihre Klagen hört.
Denn frohe Harfentöne schallenUnd durch die Berge hallt GesangUnd Niemand sieht die Thräne fallen,
Die heiß aus ihrem Auge drang.
Und horch! das Helle Glöcklein klingetUnd meldet weit umher den Zug.
Daß sich kein Netter nicdcrschwingetZur Erde jetzt mit Adlerflug!
Schon zweimal hat mit kühnem StrebenHerr Kuno Gerdas Raub versuchtUnd brachte Freiheit kaum und LebenZurück in tranervoller Flucht.