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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Elcme nskirche.

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93. Die Ciemenslnrchk.

„Vom Wispcrthal die edle Maid

Die ists, die Der von Rhcinstcin freit/' —

„Ihr lieben Schwestern glaubet nichtWas man von meinem Brautstand spricht:

„Der ans der Straße Beute nimmt,

Der BrLutgam ist mir nicht bestimmt." —

„Zum Straßenränder machst du mich?

Ei, stolzes Fräulein, hüte dich!"

Das Fräulein wagt sich aus dem Thor,

Da springen drei schwarze Ritter hervor.

Ein schwankes Schifflein lag am Rhein:„Du Räuberbraut, nur da hinein!"

Und wie der Kahn die Woge theilt,

Da kommt ein Wetter nachgecilt:

„Ja blase nur, du Wisperwind,

Wir entführen doch dein schönstes Kind."

Die Wisper bläst und saust und stürmt,Daß höchlich Well auf Welle thürmt.

Die Wolke bricht, der Himmel flammt:„Verloren sind wir allesammt."

Schon sinkt, von Waßcr schwer, der Kahn,Da blickt das Fräulein himmelan:

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