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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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B o p p a r t.

„Wohlan, den Handel geh ich ein!"

Sprach Ruprecht mit Behagen.

„Ich will statt euer Kaiser seinUnd eure Krone tragen;

Vier Fuder dünkt mich, sind genung;

Die dienen euch derweil zum TrunkBeim Königsstuhl zu Rhense."

„Nimm Scepter, Hermelin und Krön,

Nimm Alles, was ich trage;

Doch quält dich-Zwictracht einst und Hohn,

So denk an mich und sage:

Der Wein ist mehr als Kronen wcrth;

Das hat ein Kaiser mich gelehrtBeim Königsstuhl zu Rhense."

F. G. Drimborn

78. Ritter Kmirad Daier von Boppart,

„Warum, o wilder Ungetreuer,

Verließest du Maria, sprich!

Sie war dir doch vor Allen thcuer,

Sie liebte doch vor Allen dich.

Steh, Konrad, steh! auf Tod und LebenSollst du im Äampf mir Antwort geben,Erhebe rasch dein treulos Schwert." —

„Wer bist du," ruft der stolze Ritter,„Der keck in meinen Weg sich legt?

Frei will ich sein wie ein Gewitter,

Das fortzieht oder niedcrschlägt.

Auf dein Visier! und laß mich sehen,Wers wagt, mit mir in Kampf zu gehen,Wer fallen will von meiner Hand."