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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Moselland.

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Beßer den Schaum hinwegzunippen!

Er hebt ihn an die durstgen Lippen,

Nippt, trinkt und nippt und nippt und trinktBis der Wein im halben Humpen blinkt.„Wer kann dafür, der Durst ist Schuld:

Das Meßer Hab ich ja, Geduld!

Den hohlen Rand hinweggeschnitten,

Bleibt noch unmäßig viel inmitten.

Nun aber schwippt es wieder überUnd wird zu nichts: trink ichs lieber!"

Und so mit Schnitt und Trunk und SchnittWirds klein und kleiner Schritt für Schritt.

Nun endlich ist der Herr erreicht.

Spricht Petrus: „Herr, du denkst vielleicht,Ich brächte dir ein Fuscltröpfchen,

So winzig klein ist hier das Schöppchen.Doch scheints ein trinkbar guter Wein,

Auch darf es uns nicht bange sein,

Da mit so Wenigem, wenn du willst,

Du Herr uns Durst und Hunger stillst."

Da sprach der Herr: „Du bist ein Schalk;Was. löschtest du denn deinen Kalk?

Du wolltest wohl den Sichern spielen,

Falls heut nicht Tropfen vom Himmel fielen?Behalte du dein Miseräbelchen;

Doch wische dir hernach das Schnäbelchen;Ihr Andern kommt, ihr sollt alleinFür dießmal meine Gäste sein."

Noch heute werden im MosellandDie Schoppen Miseräbelchen genannt:

So klein sie sind, laßt sie uns leerenIhrem Erfinder, St. Peter zu Ehren.

K. S

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