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A ch e n.
48. Der Graf von Habsburg.
Zu Achen in seiner Kaiserpracht,
Im alterthümlichen Saale,
Saß Kaiser Rudolfs heilige MachtBeim festlichen Krönungsmale.
Die Speisen trug der Pfalzgraf des Rheins,
Es schenkte der Böhme des perlenden Weins,
Und alle die Wähler, die sieben,
We der Sterne Chor um die Sonne sich stellt,Umstanden geschäftig den Herrscher der Welt,
Die Würde des Amtes zu üben.
Und rings erfüllte den hohen BalconDas Volk in freudgem Gedränge,
Laut mischte sich in der Posaunen TonDas jauchzende Rufen der Menge.
Denn geendigt nach langem verderblichen StreitWar die kaiserlose, die schreckliche Zeit,
Und ein Richter war wieder auf Erden.
Nicht blind mehr waltet der eiserne Sper,
Nicht fürchtet der Schwache, der Friedliche mehr,Des Mächtigen Beute zu werden.
Und der Kaiser ergreift den goldnen Pocal,
Und spricht mit zufriedenen Blicken:
„Wohl glänzet das Fest, wohl pranget das Mal,Mein königlich Herz zu entzücken;
Doch den Sänger vermiss ich, den Bringer der Lust,Der mit süßem Klang mir bewege die BrustUnd mit göttlich erhabenen Lehren.
So Hab ichs gehalten von Jugend an,
Und was ich als Ritter gepflegt und gethan,
Nicht will ichs als Kaiser entbehren."