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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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135
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Graf Wilhelm rief: Nun Söhne, auf brecht mit mir hervor!

Just wenn der Staub am dicksten, mir nach zum Jacobsthor!

Er sah die Mauer stürzen und brach durch Schutt sich Bahn:

Nun sehet zu, ihr Achner, wie ihr ihn möget sahn!

Er war die Gaß hinunter im panzerschwercn Lauf

Mit seinen Leiden Söhnen. Das Volk schrie: Halt ihn auf!

Nun noch vorbei am Kloster — nun ist er bald hinaus,

Hinaus zum Jacobsthore — schon ist er am letzten Haus. ^

Im Haus, da wohnt der Grobschmidt, da glüht und dampft der Schlot.

Der hört des Volkes Rufen: Haltauf und schlagt sie todt!

Da trat er aus der Schmiede, im selben Dreitact fortSchlug er die drei zusammen und sagte nicht ein Wort.

Mit dem Possekcl weiter pocht er aufs Eisen gutIm Tact mit den Gesellen, davon stob lichte Glut.

Nun kam das Volk zu gaffen und sah die Leichen an,

Und Einer fragte den Andern: Wer hat das gethan?

Der Schmidt sprach: „Immer rüstig, Gesellen, seid zur That,

Daß ich mein Wort kann halten den Herren aus dem Rath."

Du braver Meister Grobschmidt! Doch wie ist er genannt?

Das war der Schmidt von Achen, mehr ist mir nicht bekannt.

O. F. Gruppe.

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