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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Achen.

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38. Klein Nolan-.

Frau Bertha saß in der Felsenkluft,Sie klagt' ihr bittres Looß,

Klein Roland spielt' in freier Luft,Des Klage war nicht groß.

„O König Karl, mein Bruder hehr!

O daß ich floh von dir!

Um Liebe ließ ich Pracht und Ehr,Nun zürnst du schrecklich mir.

„O Milon! mein Gemahl so süßDie Flut verschlang mir dich.

Die ich um Liebe Alles ließ,

Nun läßt die Liebe mich.

Klein Roland, du mein theures Kind!Nun Ehr und Liebe mir'!

Klein Roland, komm herein geschwind!Mein Trost kommt all von dir.

Klein Roland, geh zur Stadt hinab,Zu bitten um Speis und Trank,

Und wer dir giebt eine kleine Gab, 'Dem wünsche Gottes Dank."

Der König Karl zur Tafel saßIm goldnen Rittersaal.

Die Diener liefen ohn UnterlaßMit Schüße! und Pocal.

Von Flöten, Saitenspiel, GesangWard jedes Herz erfreut,

Doch reichte, nicht der Helle KlangZu Berthas Einsamkeit.