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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Ar no ld s w eiler bei Jülich.

I Ob ich des Waldes Meister durch deine Gnade bin,

^ Ich haue keinen Heister zu eigenem Gewinn.

Das arme Volk enbchret zum Brande Holz und Torf,

1 So weit der Wald sich kehret von Zier bis Angelsdorf.

^ Ich kann dir zwanzig zeigen der Dörfer rings umher,

Das Holz sei nun ihr Eigen, so darben sie nicht mehr,li Ich wagte, zu erbitten für sie der Lieder Preis,l Für sie Hab ich umritten des weiten Waldes Kreiß."

^ „Du sparest," sprach der Kaiser, „dem Hof des Holzes Hut,

^ Doch wähn ich, war es weiser es blieben Wald bei Gut.

Ich geb's mit Hand und Munde, mit Rasen und mit Ast,

Und bin zu dieser Stunde im Hofe nur dein Gast.

' Drum schenk uns von dem Besten, den man am Rheine zieht,Und singe deinen Gästen ein herzerquickend Lied."

Wo er das Lied gesungen, ist lang der Saal zerstört,

Die Sage unverklungen ihr noch im Volke hört.

Den hctlgen Arnold ehret die Gaugcnoßenschaft,

Bewahrend unversehret des alten Glaubens Kraft,

- Und Arnolds Weiler nennet den Weiler Jung und Alt,

Wo man die Scheite brennet aus seinem Bürgelwald.

Hermann Müller.

34. Nit von Birgel.

Es kam ein spanscher Ritter zu Köln wohl an den Rhein;

? Was führt er auf dem Hute? Von Gold ein Kränzelein.

Z Ihm hat gelobt sein König, ein Landsherr sollt er sein,

4 Brächt er gen Spanien wieder das goldne Kränzelcin.

iqz Drommeten ließ er blasen zu Köln und allerwärts:siz Kein Ritter wollte kommmcn zu' wagen solchen Scherz.

2 Da war Herr Nit von Birgel, Erbmarschall Jülcher Lands,j Der ritt hinweg mit Eile gen Köln wohl um den Kranz.