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Arnoldsweiler bei Jülich.
Das war ein eit'lcs Sorgen; es stand in weitem RaumMit Rossen schon am Morgen umstellt des Waldes Saum.
Man mag ihn kaum umschreiten vom Tage bis zur Nacht,
Er wollt ihn ganz umreiten, noch eh das Mal vollbracht.
Drum hielt je ein Genoße ein Ross von Rast zu Rast,
Von Rosse schwang zu Rosse der Sänger sich in Hast.
Vollkommen ist gelungen, was seine List ersann,
Im Fluge ward umsprungen des ganzen Waldes Bann.
Wo Buchen er und Eichen dem Wege nahe fand,
Beschrieb mit Schwertes Streichen er ihres Stammes Rand. —Wohl wahrte man das Lachen seit Arnolds raschein' Ritt,
Wenn nach den Bürgelsprachcn das Volk die Mark umschritt. —
Der Kaiser war zum Male den Rittern nahgesellt,
Als singend in den: Saale der Sänger sich ihm stellt.
Und jener spricht: „Du kehrest ja vor der Zeit zurück,
Ich fürchte, du begehrest ein gar zu kleines Glück.
Wie mäßig mag dein Birschcn im eignen Parke sein!
Den Rehen und den Hirschen ist dieser Raum zu klein."
„Nicht dacht ich zu erlangen das Lob der Mäßigkeit,
Was reitend ich befangen ist manche Meile weit.
Verzeih, daß dir zum Truge ich eine List ersann:
Ich Hab nmjagt im Fluge des ganzen Waldes Bann;
Wo Buchen ich und Eichen dem Wege nahe fand,
Beschrieb mit Schwertes Streichen ich ihres Stammes Rand."
Der Kaiser must entbehren des Waldes Herrlichkeit,
Das Königswort zu ehren, war's lieb ihm oder leid;
Er zog ein Warezeichcn von seiner starken Hand,
Den goldncn Ring zu reichen, der Uebertragung Pfand;
Dann blickt' er prüfend wieder mit sorgcvollem Sinn,
Begehrend keine Lieder, auf seinen Sänger hin.
„Dein Schweigen, Herr, bekundet," sprach Arnold schamerglüht,„Daß meine List verwundet dein königlich Gcmüth.
Wohl möcht es dich betrüben, wenn Geiz den Sänger trieb,Wenn seines Geistes Neben nicht treu dem Himmel blieb.