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Köln.
Der Beiden treuer Liebe kein Kindlein war geschenkt,
Drum sah man gram und trübe sic stäts in Traur versenkt.Wer soll in alten Tagen ihr Stab und Pfleger sein?
Sie sind in Leid und Klagen dann allzusehr allein.
Drob grämte sich der Ritter gar sehr in stillem Schmerz;
Es stoß so schwer und bitter der Kummer in sein Herz!Richmodis aber sandte nur Seufzer zu dem Herrn,
Und an Maria wandte sie sich so treu, so gern.
Da mochts ihr einst bcdünken, als ob der Jungfrau BildIhr huldreich thäte Winken und wunderlicb und mild:
Als öffnet sic das Mündlcin und ihre Augen zart,
Und würd vom fernen Stündlcin ihr etwas offenbart.
Ein Todtenköpflein reichet Maria ihr mit Huld,
Und Frau Richmodis schweiget und nimmt es in Geduld.Doch aus dem Schede! heben drei Rosen sich hervor,
Aus deren Dufte schweben drei Englein sanft empor.
Richmodis sicht das Zeichen, doch dunkel ist der Sinn.
Die Kräfte ihr entweichen, sie sinkt aufs Lager hin.
Und stäts in süßen Träumen drei Rosen vor ihr blühn,Stäts wie ans Himmelsräumen sieht sic drei Englein zicb».
Allein ihr ist so bange, das Herz wird ihr so schwer,
Herr Mcngis bleibt so lange, das kümmert sie so sehr.
Der saß im hohen Rathe, sein Lieb das war so krank,
Und als er endlich nahte, sie mit dem Tode rang.
Der Ritter sich entsetzte, ihr Weh das Herz ihm brach,
Ihr Lager er benetzte mit Thräncn Nacht und Tag.
Er konnte nicht erfragen der Trauten Schmerz und Noth,Und schon nach dreien Tagen da war Frau Richmod todt.
Drob sank in Traur und Leiden der tiefbetrübte Man»,Wollt auch von hinnen scheiden, wollt mit der Lieben ga».
Er zierte sie mit Golde und reichem Edelstein,
Es sollte stäts die Holde ihm noch verbunden sein.