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Köln.
Wie gerne säß' er bei der felgen Schar!
Den lieben Stuhl ergriff' er gern fürwabr;
Dazu nicht gönnten ihm die Fürsten Fug,
Weil vor der Brust er einen Flecken trug.
Auf stand der Herren Einer, hieß Arnald;
Als Bischof hatt er einst zu Worms Gewalt.
Der nahm St. Anno freundlich bei der Hand,Beiseit mit süßer Red er ihn bestand:
„Mann Gottes, tröste dich, und wißc nunNoch diesen garstgen Fleck hinweg -zu thun:
„Fürwahr, dir ist der ewge Stuhl bereit,Willkommen bist du uns in kurzer Zeit;
„Doch hier verbleiben jetzo kannst du nicht:
Dir zeigte Christus darum dieß Gefickt,
„Damit du sähst, wie lauter und wie reinEin Herz, das er hier dulde, müße sein.
„Geh und bedenke deiner Seele Heil:
Welch herrlich Leben wird dir bald zu Thcil!"
Das fiel dem Bischof Anno schwer aufs Herz,Daß er sich sollte wenden Erdcnwärts.
Nicht um die Welt, wenn man ihn nicht verstieß,Entsagt er jetzt dem schönen Paradies.
Als aus dem Schlaf St. Anno war erwacht,Was ihm zu thun blieb, hatt er bald erdacht.
Den Kölnern schenkt' er wieder seine Huld,
Und sprach sie los von schwerer Sünde Schuld.