Köln.
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Er gab ihr Recht der Heilgen Stadt zurückUnd mehrt' es noch um manches wichtge Stück.
Da war der schwarze Fleck hinweggethanUnd wie ein Goldstern fuhr er himmelan.
K. S,
19. Der Kölner Dom.
„Bevor zum Dom ihr Steine findet,
Bevor das Fundament verschwindet,
Euch Schwätzern rühm ichs ins Gesicht,
Soll mir ein Bach die Stadt begießen,
Gefaßt in Marmelsteine schießen."
Nun höret, was der Andre spricht:
„Bevor ihr finden mögt die Quelle,
Bevor ihr leiten mögt die WelleDie Straßen hin, in Stein gefaßt,
Soll stehn vollendet was ich baue,
Soll schwimmen in des Himmels BlaueDes Domes Schiff und Doppelmast.
„Erst dann, wie unter Moses Stabe,
Wird euch des reichsten Quelles LabeEntspringen aus dem Münsterflur;
Der Quell entströmet nur den Händen,
So diesen Gottesbau vollenden;
Ihr kennt den Meister, hört den Schwur!" —
Auf feinem Steine steht der Meister,
Die Seinen ruft er, stellt und weist er,
Das Pergament in fester Hand;
Auf springt der Erde Felsenkammer,
Der Meißel klingt, es tönt der Hammer,Lebendig wird das weite Land.