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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Köln.

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Und höher hob sich der stolze Eichenforst;

Und als die graue Rinde verkrustend borst,

Da schüttelten die Kronen ihr herbstlich LaubAuf des Klosters Mauern in Schutt und Staub.

K. S.

14. St. Materns Erweckung.

Mel. Dich Maternus zu begrüßen.

Starb Matern der Scgenslehrer,Der Kölns erster Bischof war;

Um den eifrigen BekehrerWeint der Gläubgen schwache Schar:Wer soll nun das Werk vollenden,Des er mit geweihten HändenSich beflissen immerdar?

Zu St. Peter fuhren BotenRomwärts ohne Rast und Ruh,

Denn ihm hat der Herr geboten,Meine Lämmer weide du:

„Welch ein Leid uns hat betroffen,Uns geziemts auf dich zu hoffen,

Wie zu helfen, schaue zu."

Als St. Peter hört die Kunde,

Vor den Boten spricht der Papst:„Noch, Matern, ist nicht die Stunde,Daß du dich mit Ruhe labst.

Noch nicht kann ich dein entbehren,Noch der Frommen Zahl zu mehrenFordr ich, daß du Sorge babst.