G e r t r n i d e n b c r g.
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Da sprach der böse Feind ihm zu: ,
„Wie ist euch, Freund, dies; Leid gekommen?Gebt euer armes Herz in Nuh,
Wollt ihr, ich schaff euch Glück und Frommen.
„Mir ist noch mancher Schatz bekannt,
Ich will euch Gut's die Fülle geben,
Nur setzt mir eure Seele zu Pfand,
Und sprecht, wie lang ihr denkt zu leben?" —
„Sieben Jahre und dann nicht mehr,
Sieben Jahre, das soll mir genügen." —
„Nun reicht mir Brief und Siegel her." —Der Ritter schrieb cs mit klaren Zügen.
Er hieng sein Siegel wohl an den Brief;Gezeichnet wars mit seinem Blute.
Er diente so gern seinem süßen Lieb:
Schon wollt er hin mit frohem Muthe.
„Und sind die sieben Jahr verbracht,
Stolzer Ritter, des sollt ihr gedenken,
Hier harr ich euer um Mitternacht,
Ich will euch keine Stunde schenken."
Nun hatte der Ritter sieben Jahre Zeit,
Da dürft ihm Gutes nie gebrechen,
Er mochte zu Ehren der schönen MaidNach Lust die Ritter vom Sattel stechen.
Und als es kam an das siebente Jahr,
Und als cs gieng in die letzten Wochen,
Der Ritter ward es mit Schrecken gewahr,
Er gedachte was er dem Feinde versprochen.
Und als cs kam an den letzten Tag:
„Ade St. Gertrud, wir müssen uns scheiden,Den ich vor euch nicht nennen mag,
Der harret mein auf wilder Haiden."