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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Gertruidenberg.

„Nun «trinket, Ritter, St. Johanns GeleitUnd meine Minne, das muß euch frommen,

Nun trinket, Ritter, wie traurig ihr seid,

Ich hoffe, ihr sollt noch wieder kommen."

Er hob den Becher wohl an den Mund,

Er trank den Wein auf ihre Minne,

Er trank ihn aus bis auf den GrundUnd ließ keinen Tropfen darinne.

Da ritt er hinaus in die MitternachtUnd stach das schnelle Ross mit den Sporen,

Er hatte sich keiner Weile bedacht:

„Es ist doch nun allzumal verloren."

Und als ihn der böse Feind ersah,

Der wich zurück vor ihm mit Zagen:

„Nehmt euer« Brief! kommt nicht so nah!

Ich will euch los und ledig sagen.

„Sie sitzt dahinten auf euerm Pferd,

Deren Minne zuletzt ihr getrunken,

Sie hat es mir allzustreng verwehrt,

Da ist mir alle Macht entsunken."

Der euch das Lied von Neuem sang,

Dem braucht St. Gertrud nur zu winken,

Ihm währt der Tag oft viel zu lang,

Am Abend ihre Minne zu trinken.

Nach dem Vvlköliede