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unwillkürlich streckte ich den Ringfinger aus, und der SiegelringSalomonis umfaßte ihn, und das arme Kind von Hcnncgau war dieverlobte Braut des Raugrafen Gockel von Hanau auf Gockclsruhe.
Das Brautkrönchen der Mutter hatte ich auf dem Kopfe, dasParadiesgärtchen vor der Brust, seit ich entführt ward) mir fielein, wie ich einmal als Kind geglaubt, da ich in diesem Schmuckeherum fühlte, eS begegne mir eine Hand mit einem Ringe. Daswar also nun auch erfüllt. Und noch mehr —- im Augenblicke, dader Ritter mir den Ring an den Finger steckte, krähte derschwarze Hahn Alektrho auf seinem Helm und flog nieder gegenein Gebüsch, aus welchem Verena mit dem frommen HühnleinGallina hervortrat, das sie in ihrem langen Korbe trug. Dukannst dir meine Freude denken. — Sie war am Johannisvor-abend wie gewöhnlich zur Höhle Salmo's gewallfahrtet, dasfromme Hühnlein aber war weiter und weiter gelaufen bis hieher,und die gute Verena, die das Hühnlein verstand, war gefolgt.Als Verena vor mir stand, sprach sie: „Goldne Ameh, ichbrauche dich nicht zur rechten Seite zu wenden, du List schonselbst dahin gewendet, das fromme Hühnlein hat mich hergeführt,es weiß Alles." Da fragte ich wie gewohnt: „Was macht dasBüblein?" und sie erwiederte:
* „Es hat sein Sach gemacht,
Es hat sein Sach gut gemacht;
Du hast sein Bündlein zugemacht,
> Es hat es freudig heimgebracht.
Hat angeklopfct fein und sacht,
Die Mutter hat ihm aufgemacht,
Der Vater hat es angelacht.
Dann hat es gleich an uns gedacht,
Hat dich auf deinem Weg bewacht,
Hat mich und's Hühnlein hergebracht,
Daß ich hier Alles nehm' in Acht,
Bis daß die Hochzeit ist vollbracht!"