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Mund zuhielten, mich auf ein Roß zwischen sich banden und mitgewaltsamer Eile, immer nur des Nachts von Wald zu Waldreitend, fern von Hennegau entführten. Mein Hilfsgeschreiverhinderten sie durch die Drohung des Todes. Schon weitentfernt von meinem Baterlande fragte ich sie: „Wohin führtihr mich?" Da erwiederten sie spottend, wie wir geträumt:„Auf die Haide, aufs Moos, da sollst du uns die Kibitze hüten!"
Ich ergab mich in mein Schicksal. Ich vertraute dem gutenAusgange des Traumes und betete für diese Elenden, daß Gottsich ihrer erbarmen möge, wenn der Hahn über sie komme; unddieser blieb nicht aus. — Ich erkannte alle Gegenden auf derReise wieder, die ich im Traume gesehen. Endlich nahten wirim Wald einer Linde; ich kannte sie wohl. Da sprachen sie zumir: „Entweder mußt du schwören einen von uns Dreien zumGemahle zu nehmen, und ihn zum Grafen von Hennegau undVadutz zu machen, oder du mußt uns die Kleinodien von Vadutzvon deinen Schultern geben, dann magst du heim ziehen."
Da ich keines von Beiden eingehen wollte, wollten siemir bei der Linde die Achselbänder von den Schultern reißen;mein Geschrei erfüllte den Wald. Ich flehte zu Gott: „O, sendeden Hahn, die Löwen zu vertreiben; ich gelobe, so es dein Wille,wenn er mich rettet, den Ring demüthig von ihm zu empfangen!"Da brach ein Ritter hervor mit einem lebendigen schwarzen Hahnauf dem Helme, sein Schwerdt schlug meine drei Feinde niederund der Hahn krähte siegreich auf seinem Helm. Er half mir,er tröstete mich, er saß bei mir unter der Linde, er sah michfreundlich lächelnd an und drehte einen kostbaren Ring an seinemFinger, leise Worte murmelnd.
Ich wußte schon Alles aus dem Traum und that mir eineunwahre Gewalt an, seinen Ring nicht anzunehmen; ich ergabmich der schützenden Kraft des Achselbandes, ich neigte das Haupt !auf die rechte Schulter. Aber leider saß er mir zur rechten,