einige Zimmer, in welchen wohlhabende Reisende gegen Vergütigung derbaaren Anslagen Aufnahme finden.
Die Ballei hat dieses Hospiz zunächst unter die Oberaufsicht desPreußischen Consuls, Or. Rosen, gestellt, welcher die nöthigen Unterhaltungs-mittel (jährlich eiraa 700 Thaler) der Ordens-Kasse berechnet.
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Ein neues, sehr segensreiches Feld der Thätigkeit wurde der BalleiBrandenburg durch eine Schrift des Pastors der Diaconisseu-Anstalt zuKaiserswerth am Rhein, Herrn Disselhoff, eröffnet. Das dem Durchlauch-tigsten Herrenmeister gewidmete Werk trägt den Titel: „Die gegenwärtigeLage der Eretinen, Blödsinnigen und Idioten in den christlichen Ländern.Ein Noth- und Hülferuf für die Verlassensten unter den Elenden an diedeutsche Nation." Der Verfasser weist in seinem, in vielen Zeitschriftenbesprochenen Buche darauf hin, daß die Zahl der Eretinen, Blödsinnigenund Idioten wie überall, auch im preußischen Lande eben so groß sei, alsihr Elend, und daß diese Unglücklichen so sehr vergessen und verlassen seien,daß man ihre Noth nicht einmal kenne, sondern daß dieselbe gleichsam erstentdeckt und vor die Angen der Nation hingestellt werden müsse. — Nach-dem vorstehende Schrift große Beachtung gefunden, theilte der PastorDisselhoff dem Durchlauchtigsten Herrenmeister mit, daß der Rheinische Pro-Vinzial-Ansschnß für innere Mission zu Langenberg mit großem Eifer danachstrebe, eine Heil- und Verpflegungs-Anstalt für Blödsinnige zu errichten,deren Realisirnng er dem Durchlauchtigsten Herrenmeister und dem Kapiteldringend an's Herz lege. In Folge dieses Briefes erhielt der Pastor Dissel-hoff, laut Kapitels-Beschluß vom 16. Januar 1858, die Zusage einer Unter-stützung von 2500 Thalern aus der Ballei-Kasse unter den beiden Bedin-gungen, daß
1. die Auszahlung dieser Summe erst dann erfolgen solle, wenn sich einbesonderes Comits für den genannten Zweck constituirt haben werde,und das Zustandekommen der Anstalt als gesichert erscheine.
2. daß seiner Zeit ein Johanniter-Ritter in den Vorstand derselben gewähltwerde.