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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
Seite
513
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S13

Da sprach der Kapellan:Redet mit ihnen, denn nur mitguten Worten könnt Ihr hier noch etwas ausrichten." MessireJvain begab sich also in einen Thurm, aus dessen Fenster ermit den Leuten gut reden konnte. Da öffnete er ein Fensterund redete mit den ansehnlichsten Leuten der Stadt ganz laut:Ihr guten Männer von Ortais, ich weiß wohl, warum ihrversammelt seid, nun aber bitte ich euch, haltet mir es nichtvor übel, um der Liebe willen, die mein seliger Herr Vater fürmich trug, daß ich mich vor jedem Andern in den Besitz desSchlosses und Schatzes zu setzen gesucht. Ich will damit nichtsals alles Gutes. Nun aber ist er nach Gottes Willen gestorben,ohne irgend eine Einrichtung zu treffen, mich, wie er dochgewollt, in sein Erbe einzusetzen, und hat er mich unter euch,unter denen ich herangewachsen, als einen armen Ritter, dennatürlichen Sohn des Grafen von Foix, zurückgelassen, wennihr mir nicht helft und rathet. Achtet darauf um Gotteswillcnund aus Mitleid, ihr thut damit ein Almosen, und will icheuch das Schloß öffnen und mögt ihr hereinkommen, denn gegeneuch will ich es nicht halten noch verschließen.

Da antworten die besten Männer von der Stadt also:Messire Jvain, eucre Rede gefällt uns wohl, wir wollen miteuch halten und wollen das Schloß und die Güter, die darinnensind, auch bewachen helfen; und sollte der Vicomte de Castilloneuer Vetter, welcher der Erbe des Landes zu Bearn ist, heran-kommen, und sich in Besitz des Schatzes setzen wollen, so wollenwir wohl wissen, mit welchem Recht, und wollen euer undMessire Gracien eueres Bruders Recht wohl beachten, und allesdieses betheuren wir und wollen es euch aufrichtig halten."Mit dieser Antwort war Messire Jvain sehr Wohl zufrieden,und that er die Thore des Schlosses auf und gingen dieMänner von Ortais hinein, so viel ihr wollten. Man stellteda genug und gute Wachen hin. An diesem Tage ward derIV. 33