Leichnam des Grafen von Foix nach Ortais gebracht und ineinen Sarg gelegt. Alle Männer, Frauen und Kinder vonOrtais gingen ihm unter bitteren Thränen entgegen, gedenkendseiner Stärke, seines edeln Lebens, seiner mächtigen Regierung,seines Verstandes, seiner Tapferkeit und großen Freigebigkeit.Vor allem aber des FriedenS, dessen sie unter diesem trefflichenHerren genossen hatten. Denn weder Franzosen noch Engländerhatten es gewagt, ihn zu erzürnen.
Da sprachen sie also: „Ach Gaston, schöner Sohn, warumhast du je deinen Vater erzürnt, wärst du uns geblieben, der soschön und in so großem Beginnen war, du wärst uns ein großerTrost geblieben, aber wir haben dich allzu jung verloren, unddein Vater hat uns zu früh verlassen. Er war ein Mann erstvon 63 Jahren, das ist kein großes Alter für einen solchenFürsten, der einen so starken Willen hatte und Alles, was erbegehrte. Land von Bearn trostlos und verwaist, ohne einenedlen Erben, was wird immer aus dir werden, so trefflichenund edlen Herrn wirft du nie wieder gewinnen!
Unter solchen Klagen und Thränen ward der Leichnam vonsieben Edelleuten durch die Stadt getragen, ihm folgten sechszigRitter, welche sich aus dem Lande versammelt hatten, und trugman ihn, wie ich euch sage, mit entblößtem Angesicht«: nach derBarfüßerkirche. Da ward er einbalsamirt und in einem bleiernenSarge bis zu seiner feierlichen Bestattung bewahrt, und branntenTag und Nacht vier und zwanzig große Wachsfackeln um denLeichnam, die wurden abwechselnd von acht und vierzig Dienerngetragen.
An dem Tage der Bestattung des herrlichen Grafen Gastonde Foix, des letzten dieses Namens, welche in der Stadt Ortaisin der Barfüßerkirche in dem Jahr unsers Herrn 1391 den12. October an einem Montag gehalten wurde, war viel Volkaus dem Lande Bearn und sonst woher, Baronen, Ritter, Prä-