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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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es von neuem vor euch kosten," und da thaten sie es so oft,daß Alle mit ihnen zufrieden waren. Man gab ihm Brod undWasser, Spezereien und alle stärkende Sachen in den Mund,und alles dieses half ihm nichts, denn in weniger als einerhalben Stunde war er todt und gab seinen Geist auf gar sanft.Der gnädige Gott sei ihm barmherzig!

Ihr müßt wissen, daß alle Gegenwärtige sehr betrübt underschrocken waren, und schloffen sie die Stube recht fest, damitdie Leute im Schlosse nicht sobald den Tod des edlen Grafenerfuhren. Die Ritter sahen den Messire Jvain, seinen Sohn,an, welcher weinte, jammerte und die Hände rang, und sagtenzu ihm:Jvain, es ist geschehen, Ihr habet Euren Vaterund Herrn verloren, wir wissen wohl, daß er Euch über Allesliebte, macht Euch fort, sitzt auf, reitet nach Ortais und setztEuch iu Besitz des Schlosses und Schatzes, der darin, eheein Anderer Euch zuvorkommt und die Sache bekannt wird."

Messire Jvain verbeugte sich auf diese Rede und sagte:Meine Herren, große Liebe und Freundschaft erzeigt ihr mir,die ich euch noch zu belohnen hoffe, aber gebt mir die wahrenMerkzeichen meines Herrn Vaters, denn ohne diese werde ichnicht in das Schloß eingelassen werden."Ihr habt recht,"antworteten sie,nehmt dieselben." Da nahm er die Merk-zeichen, und waren sie ein Siegelring, den der Graf an seinemFinger trug, und ein Messer, dessen er sich öfters bei Tischebediente, dieses waren die wahren Merkzeichen, und ohne siezu sehen hätte ihm der Vogt des Schlosses zu Ortais, der siewohl kannte, nie die Pforten geöffnet.

Messire Jvain verließ das Hospital von Rion nur mitzwei Reitern, und ritt so schnell, daß er nach Ortais kam, eheman noch etwas von dem Tode des Grafen wußte. Er sprengtedurch die Stadt, sagte Niemand nichts, auch hatte Niemandeinen Verdacht auf ihn, so kam er auf das Schloß und rief