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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
Seite
506
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denn Ihr treibt es zu weit mit mir."Du wirst nicht vonmir gehen," sagte Carosse,wenn ich dich einmal gesehen,würde ich dich nicht wieder sehen wollen." Orthon sagte ihmda:Gib morgen acht, was du zuerst siehst, wenn du dieStube verläßt, das bin ich."Gut," erwiederte der Ritter,ich gebe dir Urlaub, ich will jetzt schlafen!" Orthon verließ ihn.

Den andern Morgen stand der Ritter auf, kleidete sich an,verließ die Stube und ging auf einen Platz, der in den Hofsah, da warf er seine Augen hinab, und das erste, was ererblickte, war die größte Sau, die er jemals gesehen, aber siewar dabei so mager, daß man nichts als Haut und Knochen anihr sah, und hatte sie lange hängende und gefleckte Ohren, ihrRüssel war lang und spitzig und gar ausgehungert. Der Sirede Corasse verwunderte sich sehr über diese Sän, aber er sahsie nicht gern und befahl seinen Leuten:Nun lasset die Hundelos, ich will, daß diese Sau getödtet und gefressen werde." Daeilten die Diener und öffneten die Hundeställe, und hetzten sieauf die Sau, welche einen lauten Schrei that und zu demSire de Carosse in die Höhe sah, der oben an einem Fensterstand, und nie sah man sie wieder, denn sie verschwand, undweiß Niemand, was aus ihr geworden.

Der Ritter begab sich wieder in seine Stube ganz nach-denklich, denn er gedachte an Orthon.Ich glaube, Orthon,meinen Diener, gesehen zu haben, es reut mich, daß ich meineHunde auf ihn gehetzt. Es sollte mich sehr wundern, wenn ichihn je wieder sähe, denn er hat mir oft gesagt, ich würde ihnverlieren, wenn ich ihn erzürnte. Er sagte die Wahrheit." Niekehrte er mehr in dem Schlosse Corasse ein, und der Ritterstarb ein Jahr darauf. Nun habe ich Euch von Orthon erzählt,der dem Sire de Corasse die Neuigkeiten brachte," sagte derHofmann.Ja," sprach ich,aber ist der Graf von Foix auchvon einem solchen Boten bedient?"Meiner Treu," sagte er,