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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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geh, mache was du kannst, ich fürchte dich mehr todt als lebendig,und um deine Reden werde ich mein Erbe nicht verlieren."

So reiste der Pfaffe ab und vergaß nicht, was er ver-sprochen hatte. Denn als der Ritter am wenigsten dran dachte,ungefähr drei Monate nachher, in seinem Schloß zu Corasse,wo er in seinem Bett neben seiner Gemahlin schlief, ließen sichunsichtbare Gäste spüren, welche Alles, was sich in dem Schlossebefand, umzuwenden anfingen, und schien es, als wollten sieAlles zusammen schlagen, und gaben sie solche Schläge an dieKammerthüre des Herrn, daß die Dame, die. darin schlief,höchlich erschrocken war. Der Ritter hörte das Alles recht gut,aber er wollte kein Wort davon sagen, um nicht den Muth einesfurchtsamen Menschen zu zeigen. Auch war er muthig genug,jegliches Abenteuer abzuwarten. Dieser Lärm und Unruh' dauertein verschiedenen Theilen des Schlosses eine ziemliche Zeit, undhörten denn auf.

Den folgenden Morgen kamen alle Diener des Schlosseszusammen und begaben sich zu dem Herrn, als er aufgestandenwar und fragten ihn:Herr, habet ihr nicht gehöret, was wirheut Nacht gehört haben!" Er verstellte sich und sagte:Nein,was habt ihr dann gehört?" Da erzählten sie ihm, wie es dieganze Nacht im Schlosse gelärmt, Alles umgekehrt und in derKüche alles Geschirr zerbrochen habe. Er lachte und sagte: Essei ein Traum und nichts als der Wind gewesen.Um Gottes-willen," sprach die Dame,ich hab es wohl gehört." In derfolgenden Nacht machten es die Ruhestörer noch ärger als vorher,und schlugen dermaßen an die Thüre und Fenster vor des HerrnStube, daß der Ritter aus dem Bett sprang, und sich nichtenthalten konnte, zu fragen:Wer ist es, der also zu dieserStunde an meine Stube anpocht?" Da antwortete es ihmsogleich:Ich bin's."Und wer schickt dich," sagte der Ritter,hierher zu mir?"Mich schickt der Pfaffe von Castellogne, dem