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nannte; Corasse, damit Ihr mich recht versteht, ist eine Stadtsieben Stunden von dieser Stadt Ortais; der Seigneur deCorasse hatte damals einen Proceß zn Avignon vor dem Papste,wegen der Zehnden der Kirche in seiner Stadt, gegen einenPfaffen von Castellogne, der sehr reich fnndirt war. Dieserklagte, daß er ein groß Recht auf die Zehnden von Corassehabe, die wohl eine Einnahme von hundert Gulden betrugen,und das Recht, das er darauf hatte, zeigte und bewies er.Denn durch ein letztes Urtheil vor dem ganzen Consistoriumverdammte der Papst Urban der V. den Baron, und entschiedfür den Pfaffen. Dieser nahm eine Abschrift deS Urtheils, undritt so schnell als möglich nach Bearn, zeigte seine Bullen undBriefe, und ließ sich kraft derselben in Besitz des Zehnden setzen.Der Baron, der sich wohl der Geschäfte des Pfaffen vermuthete,ging ihm entgegen, und sagte zu ihm: „Meister Peter oderMeister Martin," wie er dann hieß, „denkt Ihr dann, daß ichdurch Eure Briefe mein Erbe verlieren soll, so viel Muth traueich Euch wohl nicht zu, daß Ihr irgend eine Sache nehmet oderaufhebt, die mein ist, und thut Ihr es, so komm ich Euchaus Leben, drum geht und suchet anderswo Gefalle, ich sageEuch einmal für allemal, von meinem Erbe werdet Ihr nichtskriegen."
Der Pfaffe hütete sich vor dem Ritter, denn er war grausam,und bestund nicht weiter darauf. Doch entschloß er sich, nachAvignon zurückzukehren, und kam vor seiner Abreise zn demSeigneur de Corasse und sprach: „Mit Eurer Gewalt undnicht mit Recht, nehmet Ihr mir die Gerechtigkeiten meiner Kirche,wodurch Ihr Euch in Eurem Gewissen schwer versündiget, ichbin in diesem Lande nicht so stark als Ihr, aber wißt, daß ichEuch, so bald als möglich, einen solchen Gesellen schicken will,den Ihr mehr fürchten sollet als mich." Der Sire de Corassegab nichts auf seine Drohungen und sprach: „Geh mit Gott,