was ganz anders erwartet und wußte, was sie damals nichtsagte, darum muß man sie für entschuldigt halten." Da sprachder Hofmann: „das kann alles Wohl sein," und somit beschlossenwir unsere Erzählung.
5. Von dem Geist Gethan, einem schnellen Zcitungs-
Boten.
Sehr wunderbar und nachdenklich ist eine Sache, und ichwerde, so lange ich lebe, sie nicht vergessen, welche mir einHofmann erzählte, der mir auch die unglückliche Schlacht beiJuberoth erzählt hatte; es ist ganz wahr, wie er mir sagte, daßden Tag nach dieser Schlacht der Graf von Foix schon darumwußte, und war ich höchlich erstaunt, wie das möglich sei, undden ganzen Sonntag, und den Montag, und den folgendenDienstag war er auf seinem Schloß zu Ortais so still undbetrübt, daß man kein Wort aus ihm bringen konnte, auch wollteer in diesen drei Tagen seine Stube nicht verlassen, noch miteinem Ritter oder Hofdiener sprechen, so vertraut er ihm auchgewesen sei, und ließ er deren welche zu sich kommen, aber redetenicht mit ihnen.
Den Dienstag Abend ließ er seinen Bruder Arnauld Guil-laume rufen, und sagte ihm ganz leise: „Unsre Leute haben zuschassen gehabt, worüber ich gar traurig bin, denn dieser Heer-zug ist ihnen so bekommen, wie ich es ihnen bei der Abreisewohl vorher gesagt habe." Arnauld Guillaume, der ein sehrkluger Mann ist, und die Art und Beschaffenheit seines BrudersWohl kannte, schwieg ein wenig, und der Graf, der seinen Muthaufheitern wollte, denn nur gar zu lange hatte er seinen Verdrußmit sich herum getragen, nahm das Wort von neuem und sprachlauter als vorher: „Bei Gott, Messire Arnauld, so ist es, wie