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sagen, daß in derselben Nacht, vor welcher er den Bären gejagtund getödtet, er sich erheben und ihm zum ersten Male diesewunderbare Phantasie angestoßen ist, und will man wissen, daßdie Dame das Wohl vorausgewußt habe, sobald als sie denBären gesehen, welchen ihr Herr Vater schon einmal gejagthatte, dem damals auf der Jagd eine Stimme zugerufen: „Dujagst mich und ich will dir doch kein Uebels, aber du sollstdarum sterben eines bösen Todes." Da hatte dann die Damesich daran erinnert, als sie den Bären sah, und auch der Redeihres Vaters, und gedachte sie wohl daran, wie der König DomPedro ihn unschuldig hatte enthaupten lassen, und darum sanksie in Ohnmacht vor ihrem Gemahl und behauptet noch immer,daß es ihm noch wunderbar ergehen werde, ehe er sterbe, unddaß das Alles nichts sei, was ihm auch jetzt geschehe, gegendas, was noch kommen werde."
„Und so habe ich euch denn von dem Mcssire Pierre deBearn erzählt," sagte der Hofmanu, „wie ihr begehrt habt, undist die Sache wahrhaft, denn so ist sie geschehen und was haltetihr davon? " Ich, der ich ganz nachdenklich über die wunderbareGeschichte geworden war, sprach: „Ich glaube das gar wohl,denn wir finden in der Schrift, daß die Götter und Göttinnenvor alten Zeiten nach ihrem Vergnügen die Männer in Thiereund Vögcl verwandelten, und so machten sie's auch mit denWeibern. Es kaun gar Wohl sein, daß dieser Bär ein Rittergewesen, der einstens in den Biscahischen Wäldern gejagt, erbeleidigt vielleicht einen Gott oder eine Göttin zu seiner Zeit,warum er in einen Bären verwandelt wurde, und nun da seineBuße that, so wie Actäon in einen Hirsch verwandelt wurde."„Actäon?" antworte der Hofmaun, „lieber Meister, erzählt mirdavon, und ich will euch gern zuhören;" da erzählte ich ihm dieGeschichte von Actäon und sagte hierauf: „so kann es auch mitjenem Bären gewesen sein, und hat die Dame vielleicht noch