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Licht hineinfiel, und war er da zehn Tage. Wenig trank erund aß er, denn er wollte nicht, so viel Speise und Trank manihm auch täglich brachte, und wenn das Fleisch kam, so schob eres bei Seite und wollte es nicht essen, und Einige wollen sagen,daß man alle die Speisen, die man ihm gebracht, unversehrtgefunden, und es sei ein Wunder, wie er so lang habe lebenkönnen aus vielerlei Ursachen. Der Graf ließ ihn dort ohneirgend eine Wache, die bei ihm in der Stube gewesen wäre undihm gerathen und ihn getröstet hätte, lind blieb das Kind stets indenselben Kleidern, wie er hineingekommen, und so ward er gartraurig und tiefsinnig, denn er war das nicht gewohnt. Auchverfluchte er die Stunde, in der er empfangen und geborenworden, um zu solchem Ende zu kommen.
Den Tag seines Todes brachten die, welche ihn bedienten,ihm das Fleisch und sagten: „Gaston sehet, hier ist Fleisch fürEuch." Gaston achtete nicht darauf und sprach: „Stellet eshin." Da sah der Diener in dem Gefängnisse alle das Fleisch,welches er ihm in den vorigen Tagen gebracht, hie und daversteckt, darum schloß er die Stube und kam vor den Grafenvon Foix und sprach: „Herr, um Gotteswillen gebt acht aufEuren Sohn, denn er verhungert sich in dem Gefängnisse, woer liegt, und glaube ich, daß er noch nicht gegessen seit erdarinnen, denn ich habe Alles, was ich ihm noch gebracht, beiSeite geworfen gefunden." Ueber diese Rede erzürnte der Grafund ging ohne ein Wort zu sagen aus der Stube, und kam zudem Gefängnisse, wo sein Sohn lag, und hatte zum Unglück einkleines Messerlein in der Hand, womit er sich seine Nagelschnitt und reinigte, er ließ die Thüre des Gefängnisses öffnenund kam zu seinem Sohn und hielt die Klinge des Messers sonahe an der Spitze, daß er nicht mehr als die Dicke einesSilbergroschen davon außer den Fingern hervorstehen hatte.Zum Unglück, als er diese kleine Spitze in den Hals seines