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einging. „Mein Treu," sagt er, „Herr, seitdem er von Navarrazurück gekommen, trägt er stets'auf seiner Brust ein Beutleinganz voll Pulver, aber ich weiß nicht, wozu man's braucht, oderwas er mit machen will, nur, daß er mir ein oder zweimalgesagt, seine Frau Mutter werde bald wieder in Eurer Gnadestehen, und viel höher als sie jemals darin gestanden." „Ha!"sagte der Graf von Foix, „schweig -still, und hüte dich Wohl,irgend einem lebendigen Menschen hievon weiter ein Wortzu sagen." „Mein Herr," sagte das Kind, „das will ichgern thun."
Nun ward der Graf von Foix ganz nachdenklich und bedecktesein Haupt bis zur Stunde des Mittagsmahls, und wusch sichund setzte sich wie an den andern Tagen in seinen Saal zurTafel, Gaston, sein Sohn, hatte das Amt, ihn mit allen seinenGerichten zu bedienen, und all seine Fleischspeisen vor ihm zukosten; sobald er seine erste Schüssel vor den Grafen gesetzt undgethan hatte, was er sollte, warf der Graf, seiner Sache ganzversichert, seine Augen auf ihn, da sah er die Quasten desBeutleins an der Jacke seines Sohnes, sein Blut ward erregtund sprach er: „Gaston, tritt näher, ich will dir etwas insOhr sagen." Das Kind näherte sich zu dem Tische, nun öffneteihm der Graf den Busen, that seine Jacke auseinander, nahmsein Messer und schnitt ihm das Beutlein ab. Das Kind warganz erschrocken und gab keinen Laut von sich, aber ward garbleich unter seinen Augen vor Furcht und begann sehr stark zuzittern, denn es fühlte sich schuldig.
Der Graf öffnete das Beutlein und streute ein wenig desPulvers auf ein Stück Brod, rief einen Hund und gab es ihmzu fressen; sobald der Hund den ersten Bissen verschluckt, verdrehteer die Augen und starb. Als der Graf dieß gesehen, ward ergar erzürnt und hatte wohl Ursach und stand vom Tisch auf,nahm sein Messer und wollte es nach seinem Sohne werfen,