d'Armagnac versprochen. Der Jüngling mochte fünfzehn bisfcchszehn Jahre haben, aber er war ein sehr schöner Ritter undsah an allen Gliedern seinem Vater ähnlich. Ihm kam derWunsch nach Navarra zn gehen, seine Mutter und Oheim zubesuchen, das war wohl znm Unglücke seiner und dieses Landes.Man bewirthete ihn wohl in Navarra und blieb er eine Zeitlangmit seiner Mutter, dann nahm er Abschied, konnte sie aber mitkeiner Rede bewegen, ihn nach Foix zu begleiten, denn als sieihn fragte, ob sein Vater ihm aufgetragen sie zurückzubringen,mußte er ihr wohl sagen, daß davon keine Rede gewesen sei.Also blieb sie zurück, und er begab sich nach Pampeluna, sichseinem Onkel zn empfehlen. Der König hielt ihn sehr gut überzehn Tage lang, und machte ihm und seinen Leuten schöneGeschenke. DaS letzte Geschenk aber, das der König von Navarraihm machte, das war der Tod des Kindes, und nun hört wieund warum.
Als die Zeit kam, daß er abreise, nahm ihn der König inseine Stube allein, und gab ihm ein Bentelchen voll Pulver, undes war keine lebendige Creatur, die nicht von dem Anrührenoder Essen dieses Pulvers ohne alle Hilfe hätte sterben müssen.
„Gaston," sagte der König, „schöner Neffe, Ihr sollt thun,was ich euch sage. Ihr seht, wie der Graf von Foix mit UnrechtEure Mutter, meine Schwester, höchlich haßt, was mir sehrmißfällt, und das muß es Euch auch thun. Vor Allem, um dieSache gut zu machen, und daß Eure Mutter sich wieder wohlmit eurem Vater befinde, so müsset Ihr eine Messerspitze diesesPulvers bei Gelegenheit auf das Fleisch, welches Euer Vaterißt, streuen, aber hütet Euch, daß Euch Niemand sehe, und sobalder davon gegessen, wird er kein anderes Verlangen haben, alsEure Mutter, seine Gattin, bei sich zu sehen, und werden sie sichsodann dermaßen lieben, daß sie sich nie mehr trennen wollen.Alles das müßt Ihr nun sehr wünschen, aber hütet Euch, nur
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