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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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lösen. Der Graf, welcher den König von Navarra als falschund hinterlistig kannte, wollte ihm diese Summe nicht borgen,worüber die Gräfin sehr unwillig gegen ihren Gemahl wurde,und sagte sie zu ihm:Mein Herr und Gemahl, ihr tragetwenige Achtung zu meinem Herrn Bruder, wenn ihr ihm nicht50,000 Livres borgen wollt, auch wißt ihr, daß ihr mir meinWittwengeld von 50,000 Franken anweisen, und sie zu denHänden meines Herrn Bruders stellen müßt, also könnet ihr nieübel bezahlt werden."

Ihr sagt die Wahrheit," sprach er,aber wenn ich sorgte,der König von Navarra solle die Zahlung verschieben, nie würdemir der Sire d'Albret von Ortais wegkommen, bis ich zu demletzten Heller bezahlt wäre. Doch weil ihr mich darum bittet,so will ich es thun, nicht aus Liebe zu euch, sondern aus Liebezu meinem Sohn."

Auf dieses sein Wort und das Handschreiben des Königsvon Navarra, der sich für ihn verschuldete, ward Sire d'Albretfrei, verhcirathete sich mit der Schwester des Herzogs von Bour-bon, und bezahlte dem König von Navarra die 50,000 Livres,für die er sich verpflichtet hatte. Aber dieser schickte sie keines-wegs dem Grafen. Da sagte der Graf zu seiner Gemahlin:Bei Gott! ihr müßt nach Navarra zu enerm Bruder gehen undihm sagen, daß ich sehr unzufrieden mit ihm bin, wenn er mirnicht sendet, was er mir schuldig ist." Die Dame antwortete:daß sie sehr gern gehen würde," und reiste von dem Grafen mitdem Ihrigen ab, und kam nach Pampeluna zu ihrem Bruder,der sie fröhlich empfing. Da sie aber bei dem Könige nichtsausrichten konnte, wagte sie es auch nicht zurückzukehren, dennsie kannte die wilde Gesinnung ihres Gemahles, wenn er irgendeinen Unmuth gefaßt. So blieb es.

Gaston, der Sohn meines Herrn, wuchs heran und wardein schönes Kind, und wurde er mit der Tochter des Grafen