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Alles deutlich zu vernehmen, und wenn auch irgend eine Sachevorkam, auf welche er einging, sprach er sehr gern mit mirdarüber, nicht in seinem Gaskognischcn, sondern in gutem undschönem Französisch. Nun will ich Einiges von seinem Wesenund seinem Schloß erinnern, denn ich war laug genug dorten,um manches davon wissen zu können.
Der Graf Gaston von Foix, von welchem ich rede, war zudieser Zeit ungefähr 59 Jahre alt, und ich sage euch, habe ichzu meiner Zeit gleich viele Ritter, Könige und Prinzen gesehen,so ist mir doch keiner vorgekommen, der von so schönen Gliedern,von so schöner Gestalt, noch von so schönem Wuchs, fröhlichemAngesicht, blutvoll und lachend war. Er hatte grünlichte Augen,die sahen gar liebreich dahin, wo er seinen Blick hinzuwerfenbeliebte. In Allem war er so vollkommen, daß man ihn nichtgenug loben konnte, er liebte, was er lieben, und haßte, was erhassen sollte.
Ein kluger Ritter war er und von hohem Unternehmen undvoll guten Rathes. Nie hatte er einen Zweifelmüthigcn um sich,er war ein ernster Mann in der Regierung, er betete stehendtäglich eine Nocturne des Psalters, eine Hora von unserer liebenFrau, von dem heiligen Geiste, von dem Kreuz und die Vigiliamortis. Alle Tage ließ er fünf Gulden kleiner Münze zu GotteSLohn und Almosen an seiner Thüre jeglichen Armen vertheilen.Er war prächtig und höflich in Gaben, und wußte sehr wohl zunehmen, wo es sich gehörte, und zu geben eben so. Er liebtedie Hunde über alle Thiere, und ergötzte sich in den FeldernSommers und Winters gerne mit der Jagd.
Nie liebte er tolle Verschwendung noch tolle Pracht, undwollte alle Monat wissen, was aus dem Seinigen geworden sei.Er nahm aus seinem Land, um die Einnahme zu empfangen undseiner Leute Sold zu ordnen, ansehnliche Männer, und zwarderen zwölfe, und von zwei Monat zu zwei Monat ward er von