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S. von dem Grafen von Foir.
Den andern Tag kamen wir gen Sonnenuntergang nachOrtais, der Ritter stieg bei seiner Wohnung ab und ich indem Hause zu dem Monde bei einem Stallmeister des Grafen,der sich Arnauton du Pin nannte und mich sehr freudigaufnahm darum, daß ich ein Franzose war. Messire Espaingdu Lion ging auf das Schloß und sprach dem Grafen von seinenGeschäften, den er in seiner Gallerie fand, denn zu dieserStunde ein wenig vorher hatte er zu Mittag gegessen, und dieGewohnheit des Grafen von Foix ist oder war damals so, und
hatte er es immer also von Kindheit an gehalten, daß er gen
Mittag aufstand und um Mitternacht zu Nacht aß. Der Rittersagte ihm, daß ich gekommen sei. Es ward sogleich nach mirgeschickt, denn es war oder ist Wohl kein Herr auf der Welt,der lieber Fremde sähe oder Neuigkeiten hörte als er.
Als er mich sah, ließ er mir gar Wohl anrichten und
behielt mich auf seinem Schlosse, wo ich mehr als zwölf Wochenblieb und mein Pferd wohl versorgt, ich auch mit allen andernDingen trefflich versehen war. Die Annäherung von ihm zumir war für diesmal, daß ich ein Buch mit mir gebracht hatte,welches ich auf Begehren zur Betrachtung Venzeslaus von
Böheim, Herzogen von Luxemburg und Brabant, gemacht habe,und sind in diesem Buche, das der Meliader heißt, alle dieLieder, Balladen, Rondeaus und Birelais enthalten, die jenerkunstreiche Herzog zu seiner Zeit gemacht, und meinen Erfin-dungen darüber einmischen lassen. Dieses Buch sah der Grafvon Foix sehr gern, und alle Nacht nach dem Abendtische lasich ihm daraus vor; aber während ich las, durfte Keiner wedermit ihm sprechen, noch ein Wort sagen, denn er wollte, daß ichwohl verstanden würde, und hatte er auch ein großes Vergnügen