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Kreuzcrlein in die Höhe und schrie: „Schau, mein lieber Gesell,ich hab Geld, was hast du?" trieb also viel Prangens mitseinem Kreuzerlein. Unser Herr Gott lachte seiner und sprach:„ „Ach, ich habe Wohl mehr als du," " und that den Sack auf undließ den Schwaben die hundert Gulden sehen. Der Schwababer war nicht faul, warf sein armes Krcuzerlein unter diehundert Gulden und sagte: „Gemein! Gemein! wir wollengemein miteinander haben." Das unser Herr Gott gut sein ließ.
Als sie nun miteinander weiter gingen, kamen sie zu einerHcerde Schafe, da sagte unser Herr Gott zum Schwaben:„„Schwabe, gehe zu dem Hirten, lasse uns ein Lämmlein gebenund koche uns das Geschlinge auf ein Essen"" „Ja," sagte derSchwab, ging zu dem Hirten, ließ sich ein Lämmlein geben,schlachtete es, zog es ab, und bereitete das Geschlinge auf einEssen. Im Sieden schwamm nun das Leberlein des Lammesstets empor. Der Schwab drückte es mit dem Löffel hinunter;es wollte aber nicht bleiben. Das verdroß den Schwaben; ernahm ein Messer, schnitt das Leberlein von einander und aß es auf.Als nun das Essen auf den Tisch kam, fragte unser Herr Gott:„„Wo ist denn das Lebcrlein hingekommen?"" Der Schwabantwortete alsbald: „Es hat keins gehabt." „,,Ei,"" sagte unserHerr Gott, „„wie wollte es gelebt haben, wenn es kein Leber-lein gehabt hätte?"" Da sprach der Schwab zornig: „Es hataber bei Gott und allen Gottes Heiligen keins gehabt." Waswollte unser Herr Gott thun? Wollte er haben, daß der Schwabestill schwieg, mußte er Wohl zufrieden sein.
Nun begab es sich, daß sie wieder miteinander wanderten,da läutete man abermals in zwei Dörfern. Der Schwab fragte:„Mein Lieber, was läutet man da?" „„In dem einen Dorfeläutet man zu einem Todten, in dem andern zur Hochzeit,""sagte unser Herr Gott. „Ja," sagte der Schwab, „gehe du zurHochzeit, so will ich zum Todten." Er vermeinte, er wolle auch