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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
Seite
465
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hundert Gulden verdienen und fragte drum weiter:Lieber, washast du gethan, da du den Todten aufcrweckt hast?"Nun,""sagte unser Herr Gott,ich sprach zu ihm: Steh auf, imNamen des VatcrS, des Sohnes und heiligen Geistes, da stander auf.""Ist gut, ist gut," sagte der Schwab;ich weiß ihmwohl zu thun," und zog zu dem Dorfe hin, wo man ihm denTodten gerade entgegen trug.

Da der Schwab dieses sah, schrie er mit Heller Stimme:Halt da, halt da, ich will ihn lebendig machen! Wenn ich ihnnicht lebendig mache, so hängt mich ohn' Urtheil und Recht."

Die guten Leute waren froh, verhießen ihm hundert Gulden.Sie setzten den Sarg vor ihm nieder; der Schwab machte denSarg auf und fing an zu sprechen:Steh auf, im Namen desVatcrS, des Sohnes und heiligen Geistes." Der 'Todte wollteaber nicht aufstehen. Dem guten Schwaben ward Angst, ersprach seinen Segen zum andern und zum dritten Mal. Daaber der Tode immer nicht aufstehen wollte, sprach er:Ei, sobleib liegen in tausend Kukuks Namen." Als nun die Leutesahen, daß sie von dem Gecken betrogen waren, ließen sie denSarg stehen, packten den Schwaben und liefen mit ihm zumnächsten besten Galgen. Sie legten die Leiter an und führtenden armen Schwaben hinauf, um ihn zu hängen.

Unser Herr Gott war dem Schwaben fein allgemach nachge-zogen, denn er wußte wohl, wie es dem Schwaben ergehenwürde, und wollte sehen, wie er sich doch zu dem Gerichtanstellen würde. Er kam heran und sprach: ,,O, guter Gesell,wie hast du zur Sache gethan, in welcher Gestalt seh ich dichda?"" Da fing der Schwab an zu schelten und sagte:Du hastmich nicht recht gelehrt."Ich habe dich recht gelehrt,"" sprachunser Herr Gott,du hast aber nicht recht gethan. Dem seinnn wie ihm wolle, willst du mir sagen, wo das Leberleinhingekommen ist, so will ich dich erledigen.""Ach," sagte derIV. 30