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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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462
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ließ ihm den Unbesonnenen, welcher ihm die Beleidigung zuge-fügt hatte, gefesselt an Bord seiner Galeere bringen. DieserUnglückliche versah sich keiner Liebe von Lescar, aber er bat ihnherzlich um Vergebung und unterwarf sich ihm demüthig. Lescaraber war großmüthig genug, ihm für die Trapezuntische Ohrfeigenichts zu erwiedern, als ein Gericht Genueser Feigen, die erfreundlich mit ihm verzehrte; worauf er ihn unverletzt zu seinemKaiser zurücksandte mit der Erklärung: daß, wofern dieser fürdie Genueser Kaufleute ein eignes Haus in Trapezunt errichtenund an dasselbe diese Geschichte wolle malen lassen, er in gutemFrieden und Einverständniß mit ihm leben wolle. Der Kaiserließ dieses mit allem guten Willen ausüben, und Lescar ward,seiner Kühnheit und Großmuth wegen, von seiner Vaterstadt mitEhre und Reichthum belohnt.

Welcher europäische Kaufmann hätte wohl den Muth, dieseAnekdote dem Dey von Algier oder Tunis zu erzählen? odernoch bequemer einem der Algier'schen Capitäne in der Ostsee?In unseren Tagen läßt ein Kaufmann nicht gern bekannt werden,wenn er eine Ohrfeige bekommen, denn man könnte glauben,sein solides Haus wanke davon und könne falliren, weil sie esso nennen, wenn ein werther Freund so viel geschwindelt, daßder andere werthe Freund das Gleichgewicht dabei verliert, dasheißt mehr soll als er hat.