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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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449
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verloren, daß cS in einen ewig tödtenden Tod, in das Reich, indas Wirken der Hölle gethan wird. Darum aber schmerzt esmich euer Treiben anzusehen, denn von euch ist zu sagen, oHerr, verzeihe ihnen, denn sie wissen nicht was sie thun; undso drängt es mich immer, euch zu mahnen, und anzustoßen undzu wecken. O, so ihr erst dahin gelangt wäret, nur das mcnschlich-Wahre und Große, fromm und würdig und ohne Eitelkeit undniedrige Heuchelei und schmutzige Buhlerei um den Beifall unddas Geld niedrigen Gesindcls alles Ranges mit demüthiger Begei-sterung darzustellen; man würde euch nicht mehr verbieten dasHeilige und Ewige selbst vor unsere Augen zu führen. Aber jetztseid ihr ein so verruchtes Gesindel, daß eueren Lippen das Heiligeverboten ist, wie den Frommen das Fluchen.

Wie muß eine Kunst versunken fein, die den Menschen zurAufgabe hat, aber dessen Bestimmung, die Heiligung, nicht aus-sprcchen darf, um diese nicht zu profauiren. Euch ist die niedereWelt angewiesen, ihr seid die frechen, liederlichen, infamenPriester des vergänglichen Lebens, eure Schwungfedern holt ihraus den Flügeln des Satans, eure Gluth nehmt ihr nicht vondem Himmel und nicht aus der Hölle, ihr bekommt sie aus derzweiten Hand, von des Teufels Feldschmiede im Bivouack desTodes, wo die Sünde Marketenderin und die Leidenschaft Feld-prediger ist. So wundert euch dann nicht, daß ich wie der ewigeJude, der keine Ruhe hat, weil er dem krenztragenden Heilandekeine Ruhe auf seiner Bank vergönnte, manchmal neben euchtrete an das Feuer im Lager, wo ihr auf der Trommel um denMantel des Herrn würfelt, und euch erzähle, was mir selbstgeschah, weil ich that, was ihr thut. Denn nichts werfe ich euchvor, als meine eigne Schuld, Alles, was ich in euch vermisse,fehlt auch in meiner Brust, Alles, wozu ich euch ermähne, darnachringe ich selbst. Denn des Menschen Brust ist eine Schaubühne,und die Schaubühne sollte das darstellen, was in des MenschenIV. 29