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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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Brust sein sollte, aber in beiden geschieht das Rechte nicht. Soerlauben Sie mir dann wenigstens darum zu eifern und dahinzu ringen. Sehen Sie, so bin ich leider erst fromm undfrommer nicht.

Ich komme zum Kapellmeister Krumpipen, aber nicht desPuthahns, sondern des Distclfinkes wegen. Dieser edle Sing-vogel ist leider auch unter Krumpipen's Fortepiano eingegittert,aber nicht um fett zu werden, sondern um auszudürren. Sieglauben nicht, wie mich der bescheidene Jüngling rührt, er istvoll schöner höherer Begeisterung, und wenn ihm der Mutherwüchse, sich mit seiner Harfe dem Herrn und der Natur gegen-über zu stellen und zu psalliren wie ein David,- er würde esbestimmt vcm Distelfinke zur Nachtigall bringen. Aber da sitztder Unglückliche bei dem Futterale der Baßgeige, in welcher amEnde gar kein Instrument, sondern Schinken und Mctwurststeckt, bei dem erhabenen Krumpipen. Es ist etwas kindliches,menschliches, unschuldigstes in der blinden Verehrung, jederBegeisterte schafft sich einen Götzen seines Ideals, aber es istsehr betrübt, wenn eine kriechende Sclaverei, eine gänzlicheLähmung des Selbstgefühles daraus entsteht.

O, daß es doch weniger gefährlich wäre, den Gott in sichselbst zu erkennen und zu verehren, aber daraus entstehen leichtsolche Magenschwärmer und Speckfantasten wie Krumpipen,welche herrlich zu musiziren glauben, wenn sie ein verschwom-menes, eitclsüßes Schmorgesicht wie ein verliebter gen Himmelschnüffelnder Stier machen, während sie ganz lamentable leerealte Passagen auf dem Fortepiano heraus quetschen, und dabeimit den Fingern drücken und zucken, als seien die Klaven baldbutterweich, bald glühend heiß, es hängt ihnen gewöhnlich dabeieine Thräne im Auge, ein Schweißtropfen auf der Stirn undein Tröpfchen an der Nase, und das nennen sie in hoher unend-licher Sehnsucht zerfließen. Armuth ist nach meiner Ueberzeugung