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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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Liebster Director, wenn ich die hohe Aufgabe, die reichstenMittel und die mögliche Wirkung der Schauspielkunst in derEinsamkeit meines Herzens so recht betrachte, erschrecke ich, dennich sehe das Ungeheure, und ich fühle dann, daß sie, wenn sienicht im strengsten Sinne und Style zum Heiligen und dessenFeier hinarbeitet, sehr verdächtig ist. Es entstehen dann tiefeZweifel in mir, ob sie nicht auf jedem andern Wege zu denverbotenen satanischen Künsten gehöre, was sich aus der Combi-nation ihrer unendlichen hohen Aufgabe mit allen endlichenniedrigen, ja infamen Beziehungen ihres jetzigen Zustandes leichtvermuthen läßt. Selbst ein Theaterdirector, der den Macbethoder den Faust gespielt, kann nicht mehr an einer Macht desAbgrundes zweifeln.

Alles Leben und dessen historische Jugenderinnerung, undaller ewige Glaube erkennt die mißbrauchende zürn ewigen Todehinlockende Gottesnachäffnng des Satans in allen reichen Werk-stellen des menschlichen Geistes, welche der göttliche verlassen hat.Alles Zauber- und Hexenwesen, das, so.lange wir davor schau-dern, nicht wegzuleugnen ist, geht aus dieser Kehrseite des Lebenshervor, und wenn ich die Armseligkeit, den Schmutz, das elendeLumpenleben der .armen verruchten Hexen neben ihrer hohenAufgabe Wunder zu wirken betrachte, so fällt mir auch gleich dieganze innere Misere, Lnmpenwirthschaft, Liederlichkeit und Eitel-keit, das flüchtige, gespannte, gehetzte Leben der Comodiantenein, die um einige Groschen (das ist der Teufel!) die außer-ordentlichsten Kunstaufgaben lösen sollen, das zerstreute Leben insein Symbol erhoben, in unsere Sinne zu stellen. Ach, und ihrthut es auch nicht besser, als die Hexen ihre Wunder. Einbischen Wettermachen, der Kuh die Milch verderben, Liebestränkekochen, Nestelknüpfen, auf dem Besen zum Teufel fahren, istauch bei euch das ganze baell der hohen Aufgabe. So geht esdem Satan und seinen Dienern, er geht krumm vor ihnen her