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etwas zu Stande bringt, wie es anderen alten oder neuen Völker-schaften beliebt hat; wie es unser Volk liebt, ist eine Kleinigkeitfür Euch, das wollt Ihr erziehen, ehe es Euch erzogen hat. Ihrmüßt das nicht übel nehmen, aber es ärgert mich, wenn ich inEuch so viele schöne Talente ungenutzt untergehen sehe, mit denenich, wenn ich sie besäße, die ganze Welt regieren wollte; wennIhr nichts dem Volke zu Liebe thut, verlangt Ihr doch, daß esEuch lieben, Euer Verdienst anerkennen, Euch reichlich besoldenund noch mehr ehren soll. Ich schreibe Ihnen das, um Sie wegender vielen vergeblichen Arbeit zu trösten, die Sie an den Calderougewendet haben, das Theater kann Ihnen nichts dafür zahlen,denn er ist nicht ausführbar, vielleicht läßt sich ein Buchhändlerdamit anführen, der sich eben erst etablirt hat und noch nichtweiß für wen die Bücher gedruckt werden. Ich zahlte gern, esist mein Ernst, aber die Rechenmeister moniren gleich, wennfür ein Manuscript bezahlt worden, das nicht zur Aufführunggekommen, denn da fehlt eine Rubrik. Würde es nur einmalaufgeführt, auch wenn es total mißfiele, so könnte ich zahlen,darum frage ich an, ob Sie Geld und Schande, oder kein Geldund keine Schande wollen, denn fallen müssen beide Stücke ohneGnade und Barmherzigkeit.
Zweiter Brief.
Der Poet an den Director.
Verehrter Herr Director! Ich habe den Calderou ohne Dankzurück erhalten, doch zwei gute Dinge in Ihrem Briefe belohnenmeinen guten Willen, erstens: der fidele Humor, mit welchem Sieihm auf dem Hintern über das Leben Hinrutschen, zweitens: daßSie Etwas Gutes hie und da im Calderon gefunden haben.