der Reichsapfel seiner milden Regierung, und die zwei Blättchenan dem Stiele der Frucht scheinen das Kreuz des Reichsapfelsder andern Seite kindlich nachzuahmen. Dies ist ein Bild dernährenden, heilenden Natur und ihrer milden Liebe. Siegendhat sie die friedlichen Tauben in den Helm gebettet. Die wildeFluth des Zorns ist gesunken, der Felscnkern der Erde gestaltetsich gegen die Sonne hinan, es trägt die Natur die selbst gewach-sene Feste, wo gegenüber das Menschcnwerk nur auf Mauernruht. Wo dort das Schwerdt steht, wächst hier die Schwert-lilie, deren drei Staubfäden nicht ohne Bedeutung sind. Wodort der verheißende Zepter lehnt, ragt hier die schlanke Königs-kerze, nicht ohne tiefere Bedeutung von der Passionsblumeumschlungen, empor.
Die Blumenkrone des Genius schmückt jeder Frühling aufsneue mit den Edelsteinen, die um ihn her blühen, und derSchmetterling, selbst eine geflügelte Blume, das Sinnbild desflüchtigen Reizes der ewig wiederkehrenden Psyche, schwebt indiesem Lustkranze himmlischer Gedanken, während die fleißigenBienen seine Blumenstcrne berauben, ohne ihren Duft und Glanzzu verletzen. Sie tragen das Süße ein, und bilden das Nütz-liche in ihrem höher stehenden Hause, dem Bienenkörbe, der dasewig unveränderte Bild des Staates, des arbeitsamen Gemein-wesens, in der Natur ist. Hinter dem Genius ruht die Leierdes Orpheus. Er hat durch die Macht der Töne die Thieregebändigt, die Menschen gebildet, die Steine empor steigen lassenzu Mauern, die Wälder sind ihm gefolgt und die Quellen sindstill gestanden seinen bildenden Melodien zu lauschen.
Wo dort die Setzwage ruht, hier die Hirtenflöte; denn dieNatur baut nur nach den Gesetzen der Harmonie. Wo jenseitsder historische gewaltige Adler in den Helm sich fest krallend,als wolle er ihn zk ihr hintragen, heftig die Sonne begrüßt,wenden hier die Blumensonnen, die Sonnenblumen, ihr Antlitz