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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
Seite
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sehnsüchtig zu ihr hin, und eine Spinne hat ihr zartes Netzruhig der einen vertraut und erinnert uns so leise an die Indu-strie des Naturtriebs, über der auch ein Schicksal waltet. Lassetdie Sonne sinken und die Blume sich tiefer neigen, lasset denSturm den schlanken Stiel der Blume heftiger bewegen, unddas künstliche Werk der Spinne ist zertrümmert. Der Oelbaumaber, der Schntzgenosse der Pallas Athene, der stirnentsprungenenTochter Jupiters, er, der Liebling des göttlichen Gedankens, dergeheiligte Baum des Friedens, der mit seinen Zweigen dieSieger der Olympischen Spiele und die Dichter krönet, steigtwie jenseits die strengere Eiche, hier an dem Fels empor derOlive entkeimend, die rechts in der Mitte des Vordergrundesneben der Eichel in der geborstenen Erdrinde erblickt wird. EineRebe umschlingt den Götterfreund. Der Weinstock umarmt ihn,der zuerst die Erde wieder zierte', als der Friedensbote, dieTaube mit dem Oclblatte, die auch hier schwebt, das Weichender Zornflut des Herrn verkündigt hatte, als der Friedens - undTriumphbogen des mit dem Menschen in der Natur wiederversöhnten Gottes, der Regenbogen seine freudige Farbenbrückezwischen Himmel und Erde spannte. Wir sehen auch hier dieseluftige Arcade des Lichtes beide Seiten verbindend, und so derPhantasie vom Zeitlichen zum Ewigen eine festliche Brückegeschlagen. Poetisch ist es von dem Erfinder gedacht, daß erdie beiden Füße des Bogens hier in der Blumenkrone, dort inder Mauerkrone des Genius ruhen läßt, denn es sagt eine schöneVolksdichtung:Da ruhen die Schätze, wo der Regenbogenseine Füße aufsetzet."

Aber unser Bild genauer betrachtend, sehen wir die Wein-rebe oben an dem Oelbaum in die Gestalt eines geflügeltenMerkurstabs übergehen, und der Erfinder hat wohlgethan dasSymbol des handelnden Weltverkehrs auf diese Weise nurahnend zu berühren. Ja, hier scheint uns sein Versuch zu

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