Druckschrift 
4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
Seite
407
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wo die Wiegen der Kinder stünden, die vor der Taufe gestorben.Und noch jetzt glauben wir jenem Kind und diesem Lehrer lieber,als einem illuminatischen Straßenilluminantcn, der uns versichernmöchte, die Gestirne seien himmlische Billigkcitswinke, die Unnoth-wendigkeit ununterbrochener Straßenbeleuchtung zu beleuchten.Doch wir ertappen uns die Schwachheiten der lieben Zeit, welcheüber der Zeitung die ewige Zeit bei Seite zu legen liebt, rügend,selbst auf ähnlicher Verirrung den großen Zusammenhang überder gewohnten Berührung vergessen zu haben, und wenden unsdie Worte Matthäi 7, 3 bis 5. bedeutend, beschämt zur Erklä-rung der zweiten Seite unseres Umschlages.

Hier sehen wir die Natur, den Bildungstrieb und ihre frei-geborene "Tochter, die schöne Kunst, also die Gaben der Mutterden Zulüftungen des zeitlichen HauSherrns, der Geschichte gegen-über gestellt. Wir möchten diese Seite die weibliche, jene diemännliche nennen. Hier das Erzeugniß, die Freiheit, die Noth-wendigkeit, dort das Ereigniß und das zeitliche menschliche Gesetz;hier das Schaffen, dort das Machen dargestellt glauben; wennwir anders des Künstlers sich selbst gesetzte Schranken hierdurchnicht zu sehr überschreiten. Er wollte in jedem Falle wenigstensdas allgemeine Leben, das Weltleben, dem besondern Leben, demStaatsleben, entgegenstellen, und wir sehen gerne in dem leisenHindeuten aller Einzelheiten dieser Seite auf die gegenüberste-hende einen Wink, daß der Staat und sein Werk die Natur nurnachahmen, daß sie die Erfinderin, Schöpferin, Herrscherin sei,und er nur der Abtauscher, Sammler und Benutzer. Der weib-liche bloß mit einer Blumenkrone und seiner Unschuld bekleideteGenius der Natur füttert mit den Kernen eines Granatapfelsjunge Tauben nistend in einem Helme, der von den abgeron-nenen Wassern zwischen den Kristallen eines Felsens zurückge-lassen worden. Die Granate durch die Menge der Kerne ineiner Schale ein Sinnbild des Reichthumes durch Eintracht, ist