387
ganz impertinent roh und grob; und man war überein gekommenin dem alten Garten sei Alles todt, doch besann man sichschnell, daß man diese sonst gefeierten Stimmen doch eigentlichimmer für verbrannte Gehirne gehalten.
Während allem diesem Getrcibe brachte der alte Gartennach ewigen Gesetzen jährlich den verheißenen Segen der Früchte,die seine Bewohner nach Maßgabe ihres Glaubens und ihrerWerke mit verschiedenem Gedeihen genossen. Die draußen aberkritisirtcn alles dieses nach den ausgeworfenen Schalen undStielen der Früchte, die der Wind oder der Abfluß zu ihnenbrachte; und weil einige derselben wohlriechend waren, und ihreeigenen Kinder, die das Heimweh nach dem Garten hatten,diese sammelten, erkannte mau auch hierin Mhstizismus undProselhtenmacherei.
Mitten in dieser Erbitterung aber war es ihnen keineswegsum den Segen der Früchte zu thun, sie glaubten nicht andenselben, sie waren nur geärgert, daß der Garten lebte undbestand, den sie doch allein seines nothwendigen Absterbenswegen verlassen hatten. Alles, was sie bei ihrem Abfalle mitsich rissen an Gerathen, Körben, Vorrathhäuscrn, Keltern u. s. w.,das ganze Inventarium war aufgezehrt und verschleudert, undsie mußten mit schwerem Gelde kaufen und bauen und miethen,was sie brauchten, und Alles gedieh wie unrechtes Gut.
Es war aber nach allen Stürmen eine große Armuth undviele Krankheit auf der Erde, und die Nntersucher, die Gelehrten,die gereinigten Urgärtner außer dem alten Garten konnten mitallem Geld, und allen ihren Millionen Büchlein, und allenihren Kohlen nicht helfen und nicht zureichen. Da schauten siedurch den Zaun hinüber in den alten Garten, wie diese es mach-ten in der allgemeinen Noth, und sahen eine Schaar frommerMägde, die sammelten und bewahrten, und richteten auf, undPflegten, und theilten aus, und heilten, und beteten, und all ihr