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Thun war gleich und schlicht und wahr, in Sturm und Wetterund Sonnenschein, in Lob und Schmach, in Ueberfluß undMangel und Gedeihen. Trost und Friede floß von ihrenHänden, und das Wenige ward viel in denselben; und Allessegnete sie, und Alles ward ihnen zum Segen.
Da bissen die Untersucher aus dem neuen Garten sichauf die Lippen, und stießen sich an, und verstanden sicheinander gleich, denn sie sagten unter einander hörbar, alseiner aus dem alten Garten sich näherte: „Das ist endlicheinmal etwas Löbliches, wir haben das Gute immer anerkannt,diese Hospitalschwestern sind unschätzbar. Seht, wir thun ihnendie Ehre an, sie sehr zu billigen, wir müssen auch solche machen,wir werden ihnen von den kleinen Büchlein geben, da werdendie unseren noch viel besser werden. DaS ist wirklich eine unge-meine Menschenliebe, eine große Hingabe, es sind christlicheHeldinnen. Wie sie es nur anfangen? Wie nur in dem Wüste,in der Verfälschung, in der Sclavcrei des alten Gartens soetwas zu Stande kommen konnte? Von was sie nur lebenmögen? Sie thun Alles umsonst, aber Nichts vergeblich. Wirwerden auch solche Orden errichten. Hören sie, werthe Freundin,wem zu Liebe thun sie das Alles? Wie konnten sie sich zusolchem Leben entschließen, allen Freuden und dem beseligendenGattin- und Mutterglück entsagen um all die ekelhafte müh-selige Arbeit mit solcher Freude und Heiterkeit zu thun."
Die fleißigen Mägde aber verstanden ihre Worte nicht,denn sie hören eben nur deswegen die Stimme der Noth, weilsie die Stimme des Uebermuthes nicht verstehen. Eine aber, inArbeit schier erliegend, blickte mit glühendem Angesicht auf einenRing, den sie trug, und sang unter ihrer Arbeit, indem sieeinem unreinen verkommenen Menschen, der auf der Reise ausdem neuen Garten auf ihrem Gartenbeete niedergesunken, dasUngeziefer ablas und ihm die ekelhaften Geschwüre reinigte,