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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
Seite
369
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Operationen nehmen und meinen Lustparthien die Luft verpesten,und überhaupt unangenehme melancholische Gedanken, Ekel undviele Unkosten veranlassen, deren Betrag man zum Heile derMenschheit für schöne Künste und Wissenschaften verwenden könnte.

Es soll ihr auch gestattet sein, Kinder der geringsten undärmsten Klasse unentgeldlich schreiben und lesen zu lehren, undihnen die christliche Moral beizubringen, jedoch in dem Maaßenur, daß sie nie zu Aberglauben oder Andächtelei verkrüpple,nämlich: daß sie sich wieder auf den Grad abtragen lasse,welcher dem Geiste der Zeit nicht ärgerlich ist. Ich werdejedoch diesen Unterricht meinen eignen, gebildeten, aufgeklärtenund sogar sich selbst gefallenden Schullehrern allein zuweisen,wenn diese erst mit ihren Studien, ihren Methoden, Prüfungenund mit ihren Ausarbeitungen zur sittlichen Verbesserung derSchulen alle fertig sind und sich mit den Eltern und der welt-lichen Obrigkeit vertragen haben; vor Allem aber wenn dieFonds ausgemittelt sind, sie anständig mit Frau und Kindernleben zu lassen.

Ich mag auch von ihr leiden, denn ich will ihrer Barm-herzigkeit keinen Abbruch thun, daß sie sich mit der Verpflegungder Blödsinnigen, Unsinnigen und Rasenden abgebe. Da siegeduldig und eine gute Haushälterin ist, wird sie zehn Narrengut verpflegen für das Geld, was auf meinen Wegen michgewöhnlich einer kostet. Auch hier ist ihre Wohlfeilheit sehrlobenswerth, um so mehr, da sie heilbare und unheilbareannimmt.

Endlich will ich ihr auch zugestehen, daß sie sich ganz,unentgeldlich mit der Pflege und Erziehung der Findelkinderund Waisen beschäftige, da solche Creaturen ein nothwendigesUebel im gebildeten Leben geworden, und es der Bevölkerungdoch heilsam ist, daß sie nicht zu Grunde gehen. Und füralles dieses soll ihr mein Wohlgefallen werden mit VorbehaltIV. 24