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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
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man den Baum entwurzelt, und abrindet, und anbohrt undverflucht, schaut man lüstern nach seinen Früchten, und scheinthochverwundcrt, daß man sie nicht für Geld kaufen kann.

Wer aber das Kreuz nicht will, wird auch seine Früchtenicht erndten. Sehr weltlich, d. h. sehr obenhin, bis es hinab-geht, schmäht man die geistlichen Genossenschaften, welche, außerdem Priesteramt überhaupt, sich hauptsächlich dem Gebete, derBetrachtung, dem Unterrichte, der Seelsorge weihen; man schimpftsie Müßiggänger und Finsterlinge, man will nur diese Hospital-schwestern, sie sind bequem und wohlfeil das zu thun, was docheinmal gethan werden muß, was man nicht gern selbst thut undmit aller Weltweisheit, allem Gelde nicht so dauernd, mehrendund vollkommen hervorbringen kann. Aber man nimmt sichnicht die Mühe nachzuforschen, durch wen diese herrlichenGenossenschaften hervorgegangen; sonst würde man finden, daßes gerade die Seelenführung jener betenden und betrachtendenund erleuchteten Pricstergesellschaften, und das Beispiel, Rathund Gebet jener von der Welt abgezogenen Klosterfrauen ist, dieman so frevelnd schmäht; man würde finden, daß Maria, diedas beste Theil erwählte, es ist, welche diese Menschen zu einermehr als weltlichen Sorge und Pflege begeisterte.

In der Kirche, als ein Leib betrachtet, der die vielsinnigen,getrennten, sich anfeindenden Menschen zu einem liebenden,harmonischen Ganzen verknüpfen soll, bilden sich absichtslos,weil aus ihrer lebendigen Natur nothwendig hervorwachsend,die verschiedensten Vereine geistlicher Thätigkeit. Wie in jedembeseelten Leibe verschiedene Gattungen von Kräften und Wirkungenzum Wohle des Ganzen in einzelnen Organen ihre Werkstättehaben, deren keine mangeln oder verletzt werden kann, ohne dieGesundheit des Ganzen zu stören, so in der Kirche die verschie-denen Aufgaben des geistlichen Lebens, die sich aus einzelnenQuelladern zu Brunnen sammelnd, die verschiedenen geistlichen